Antriebsstörung- warum schaffe ich Nichts mehr?

Eine Antriebsstörung bezeichnet die Unfähigkeit, zielgerichtete Handlungen zu beginnen und aufrechtzuerhalten.




Während ein Mangel an Motivation kein primäres Symptom einer psychischen Störung sein muss, so kann es dennoch ein häufiges Merkmal einer klinischen Depression sein. 


Antriebslosigkeit ist auch ein Zeichen für bestimmte Stimmungsstörungen. Zum Beispiel bei Schizophrenie, bei einer bipolare Störung oder, als sekundäres Merkmal, bei einer Angststörung, wie zum Beispiel des Posttraumatischen Belastungssyndrom (PTBS). 


Es kann so weit gehen, dass der Arbeit nicht mehr nachgegangen werden kann, sich um die eigene Gesundheit nicht mehr gekümmert werden kann und auch die körperliche Hygiene im Hintergrund steht. 


Eine Antriebsstörung ist oft durch emotionales Abstumpfen gekennzeichnet, somit werden keine Anzeichen von Emotionen mehr gezeigt.


Aus diesem Grund wird das Verhalten häufig als "apathisch" oder "faul" bezeichnet, obwohl es möglicherweise genauer als eine Form der emotionalen Lähmung und Verhaltenslähmung angesehen wird.



  • Eine Antriebsstörung kann den Drang verringern, an sozialen Aktivitäten teilzunehmen und Ziele zu erreichen


  • Die Fähigkeit, tägliche Aufgaben zu erledigen, was die Familie, das soziale Umfeld und das berufliches Leben beeinflusst


  • Viele Menschen halten diese Eigenschaft für faul oder verantwortungslos. Somit kann dies negative Auswirkungen auf Beziehungen haben


  • Die Unfähigkeit, Rechnungen zu bezahlen oder zu vervollständigen, selbst wenn sie dringend sind


  • Ignorieren eingehender Anrufe, Briefe oder E-Mails


  • Versäumnis, einen wichtigen Termin zu vereinbaren oder zu befolgen


  • Nichterscheinen für eine geplante Veranstaltung


  • Nichterfüllung alltäglicher Pflichten


  • Kein Kümmern der persönliche Hygiene und des Aussehens



Nicht mit Prokrastination zu verwechseln, denn dabei werden Dinge aufgeschoben oder absichtlich eine Ablenkung gesucht. 


Bei einer Antriebsstörung ist jegliches Tun und Handeln verhindert. Daher wirken diese Menschen auch sehr oft apathisch.

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