Handlungsunfähig durch Depressionen

Viele Betroffene von schweren Depressionen kommen an einen Punkt an dem nichts mehr geht. 


Das Aufstehen alleine schon ist eine zu große Herausforderung, weil man einfach wie gelähmt nur da liegen kann.




Jegliches Tun und Handeln sind eingeschränkt, sowie auch im Kopf nur noch ein dunkler Schleier bleibt. 



Ich war bereits mehrfach an diesem Punkt. Und über Wochen konnte ich nichts anderes tun, als einfach nur zu liegen. 



Selbst der Schlaf funktioniert irgendwann nicht mehr und der Körper ist so energielos und geschwächt, dass nur das Aufstehen alleine schon Probleme bereitet. Denn in diesem Zustand sackt der Kreislauf sofort ab. 



Essen, Trinken und sich waschen wird zur Nebensache. Dinge die einfach nicht machbar sind. 



Dieser Zustand kann sehr schnell gefährlich werden, weshalb unbedingt ärztliche Hilfe gesucht werden sollte. 



Wenn ihr mit jemandem zusammenlebt dem es so geht, dann ist das spätesten ab diesem Zeitpunkt wirklich ernst und der Person kaum zumutbar. 



Ich war in dieser Situation aber da ich alleine lebte, war ich nicht einmal in der Lage überhaupt einen Arzt zu kontaktieren. 



Ich hätte mir gewünscht, jemand zu haben der mich an die Hand nimmt und sich wirklich kümmert. 



Irgendwann verschmelzen Tag und Nacht miteinander. Alles scheint sinnlos, hoffnungslos und zwecklos. 



Ich selbst frage mich wie ich das überstehen konnte und wann diese Zeit wieder kommen wird. 



Diese Art der Handlungsunfähigkeit ist grausam und sehr beängstigend. Dazu hatte ich Träume in denen ich versucht habe mich zu bewegen aber es einfach nicht konnte. 

Ich wachte voller Panik auf und versuchte mich zu bewegen. 



Ich wünsche mir diesen Zustand, wie gefesselt und unfähig zu sein, nicht immer wieder erleben zu müssen.

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