Bipolare Störung - keine Hilfe von Ärzten außer Einweisung

5 Ärzte -  5 gleiche Meinungen: Ich sollte mich stationär in ein Krankenhaus einweisen lassen.



Jeder Besuch bei einem anderen Psychiater gab mir die Empfehlung mich stationär einzuweisen. Andernfalls können sie mir ambulant nicht weiter helfen. 


Ich bin eine Person, die wirklich versucht alles daran zu setzen, dass es mir besser geht. 


Also nehme ich die verschrieben Medikamente ein, halte mich an die Dosierungen und die Einnahmezeiten, sowie ich auch alle Termine pflichtbewusst wahrnehme.


Ich spreche offen darüber wie es mir geht und wie ich mich fühle. 


Ich gehe also sehr gewissenhaft und verlässlich mit diesem Thema um, höre auf meine Ärzte und lasse keinen Versuch aus. 


Doch selbst das ist nicht genug. Anscheinend. 


Ja, ich gebe zu es geht mir weiterhin schlechter, als besser. Aber dennoch habe ich immer nur eine Bitte: ich möchte mich nicht stationär behandeln lassen. 


Außer dieser einen Sache, tue ich alles erdenkliche um meinen Gesundheitszustand zu verbessern. 


Dennoch fühle ich, dass meine Bemühungen wertlos sind, denn kein Arzt möchte mir ambulant so helfen, wie ich es bräuchte. 


Stattdessen kann mein Zustand leider nicht verbessert werden, wenn ich mich weiterhin weigere mich stationär behandeln zu lassen.  


Diese Art der Betreuung macht mich wirklich traurig. Ich bekomme keine Hilfe und fühle mich alleine gelassen. 


Dabei müssten doch professionelle Menschen auf diesem Gebiet wissen, dass es auch andere Möglichkeiten gibt. Und sie mich, also ihre Patientin, somit vollkommen im Stich lassen. 


Warum ich nicht in ein Krankenhaus möchte:


Ich war bereits des öfteren in Krankenhäusern. Zwar nicht für eine Psychische Behandlung aber für Operationen und andere Behandlungen und habe ein Trauma davon. 


Vor allem mein letzter Aufenthalt war eine grausame Farce für mich. Ich habe immer noch mit den Folgen zu kämpfen und bekam auch dadurch eine Posttraumatischen Belastungsstörung. 


Ich verstehe also nicht, warum ich keine Hilfe erhalten kann, so wie ich sie brauche und auf eine Weise, die wirklich eine Besserung hervorrufen kann. 


Stattdessen fühlen sich die Ärzte angegriffen und verweigern eine richtige Behandlung. Ich bekomme jedes Mal ein paar andere Pillen, die möglichst gering wirken und werde nach Hause geschickt. 


Die letzte Ärztin schickte mich weinend nach Hause, ich bat sie um Hilfe und Unterstützung aber ihre Antwort war: ihretwegen werde ich meine Approbation nicht verlieren. 


Ich war schockiert und konnte es gar nicht fassen. Denn WAS hatte ich denn verlangt? Nichts! Außer HILFE und BETREUUNG auf meinen Weg zur Besserung.  


Zumal ich jedes Mal viele Wochen auf einen Termin wartete. Dennoch kam ich raus und ging so wie ich kam, mit leeren Händen. Ohne jegliche Hilfe. 


Ich bin mir sicher, dass eine stationäre Behandlung für viele der richtige Weg ist. Und es auch Ärzte gibt, die in solch einer Situation anders handeln würden. Leider hatte ich dieses Glück bisher noch nicht.


Aber jeder Mensch ist nunmal anders und muss anders behandelt werden. Denn auch wenn wir die gleiche Diagnose teilen, leben wir dennoch ganz unterschiedlich und gehen ganz verschieden damit um. 

Ebenso, wie zum Beispiel jedes Medikamente eine andere Wirkung bei verschiedenen Personen zeigt. 

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