Therapieformen für die bipolare Störung

Neben Medikamenten sind die kognitive Verhaltenstherapie, die soziale Rhythmustherapie und die Interpersonelle Therapie besonders wirksam bei der bipolaren Erkrankung.

 


Kognitive Verhaltenstherapie



Sie vereint die zwei Formen der Therapie miteinander. Also die kognitive und die Verhaltenstherapie. 


Die Grundbausteine sind:




Es geht auch um:


  • das eigene Verhalten


  • die eigenen Gedanken


  • die Gefühle die etwas oder andere bei einem selbst auslösen



Das Ziel ist falsche oder bedrückende Gedanken, Einstellungen und Erwartungen zu erfassen und zu verändern. 



Die Größe der Bedeutung von Problemen soll dabei verringert werden, da meistens eine viel zu große Bedeutung automatisch, für Probleme und Situationen gegeben wird. 



Zudem kommt das verallgemeinernde Denkmuster. Und das Muster von Sorgen und Ängsten, dass etwas schlimmes passieren könnte. 



Wenn also die Gedanken klarer gesehen werden können, können somit auch einfachere Lösungen gefunden werden und die eigenen Gedanken können besser kontrolliert werden. 



In der Theorie ist das menschliche Verhalten erlernt. Daher kann es auch verändert und neu erlernt werden. 



Es soll herausgefunden werden, welches Verhalten das eigene Leben unnötig schwerer macht und somit große Probleme bereitet. 



Bei depressiven Gedanken zieht man sich gerne zurück und ist von dem Alltag schnell überfordert. 



Dieser Mechanismus soll erkannt werden und somit neue Wege aufzeigen um zum Beispiel den Alltag wieder besser bestreiten zu können. 



Der Unterschied zu anderen Therapieformen liegt bei der Problemlösung. Es soll für jedes Problem eine Lösung gefunden werden, um das eigene Wohlbefinden zu stärken und zu steigern. 



Auch das Vergangen spielt dabei eine Rolle aber vor allem geht es um akute Belastungen. 




Soziale Rhythmustherapie 



Die Rhythmustherapie soll für eine strukturierten Alltag sorgen.

 


Ein geregelter Tag - Nacht - Rhythmus, geregelte Essenszeiten und Aktivitäten. 



Bei Depressionen ist es nicht gerade förderlich der Antriebslosigkeit nachzugeben. Auch wenn das wirklich schwer fällt. Daher soll dies durch geregelte Abläufe unterbunden werden. 



Interpersonelle Therapie



Die interpersonelle Therapie beschäftigt sich vor allem mit der Informationsweitergabe und Beziehungskonflikten. 



Ziel ist es in dieser Kurzzeittherapie Beziehungskonflikte aufzuarbeiten und diese nicht zu einer Belastung werden zu lassen. Oder gar zu einer Verschlimmerung der Symptome. 



Bei allen Therapieformen geht es um die Informationsweitergabe, die Akzeptanz für die eigene Erkrankung, das Erkennen von Warnzeichen und einen geregelten Lebensrhythmus. Auch das Einbinden von Familie, Partner und Freunden spielt immer eine zentrale Rolle und ist bei jeder Therapie unglaublich fördernd. 

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