Hochsensibilität und eine hohe Wahrnehmungsgabe

Hochsensibel zu sein ist keine Krankheit aber dennoch ist es nicht immer leicht damit umzugehen.



"Normale" Menschen haben einen Filter, der sie vor zu vielen Eindrücken, Wahrnehmungen und starken Emotionen schützt.


Bei einer Hochsensiblen Person gibt es diesen Filter nicht.


Wir sind in der Lage die Empfindungen unseres Gegenübers wahrzunehmen und zu fühlen. 


Wir sind in der Lage zwischen den Zeilen zu lesen und Verknüpfungen herzustellen. 


Zudem fällt es uns leicht anhand der Mimik, Gestik und Stimme zu merken, was unser Gegenüber bewegt, denkt und sagen möchte aber nicht laut ausspricht. 


Daher frage ich bei Gesprächen oft nach und sage, dass es in Ordnung ist, was immer du auch sagen willst, du kannst ganz offen und ehrlich mit mir sein.


Mir schafft es häufig Probleme, wenn mein Gesprächspartner am Telefon ist und ich merke, dass mehr dahinter steckt aber es nicht ausgesprochen wird.


Denn dann fange ich an darüber nachzudenken, was es sein könnte. Oft frage ich mich ob es meine Schuld ist und ich etwas gesagt oder getan habe, was meinen Gesprächspartner verärgert hat. 


Meine Erwartungen und Hoffnungen sind immer enorm groß. Was nicht unbedingt gut ist, wenn darauf Enttäuschungen und Rückschläge folgen.


Ich nehme mir alles sehr zu Herzen und kann mich nicht richtig schützen. Stattdessen werde ich von den Emotionen komplett eingenommen. 


Was in meiner Genesung immer zu Rückschlägen führt. 


Viele können nicht verstehen, dass das was sie sagen oder tun für mich eine weitaus größere Bedeutung hat, als für sie selbst. 

Und um mich dann zu schützen, gehe ich auf Abstand. 


Mein Erinnerungsvermögen ist sehr ausgeprägt. Somit verknüpfe ich auch immer das was passiert mit Geschehnissen aus der Vergangenheit. 


Streit oder Auseinandersetzungen sind für mich das schlimmste. Sowie auch wenn ich versuche mich auf eine Person einzulassen und dann immer wieder enttäuscht werde. 

Das ist für mich in Beziehungen ein Problem. 



Entscheidungen treffen ich meistens auch auf emotionaler Basis und nicht rational.


Nicht jeder Mensch der eine bipolare Störung hat ist hochsensibel. Es gibt Menschen die andere psychische Erkrankungen haben und auch Menschen die einfach "nur" hochsensibel sind. 


Bei mir kommt aber beides zusammen. Was es mir schwer macht große Fortschritte zu erzielen. Denn alles was mich angreift, da ich so sensibel bin, zieht mich immer wieder runter. 



Ich werde von den Emotionen überrant und fange oft an zu weinen oder werde wütend. Auf mich selbst, andere oder einfach grundlos.


Wie ist das bei euch? Kennt ihr euch aus mit Hochsensibilität? Geht es auch auch so? 

Erzählt mir gerne von eurer Geschichte!

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