10 Tipps bipolare Phasen zu erleichtern


 

1. Gefühlstagebuch


Oft kommt als erstes der Gedanke: ohjeee ich muss jetzt in ein Tagebuch schreiben aber sowas liegt mir nicht und will ich das auch gar nicht... 


Das meine ich damit auch nicht! 


Es genügt ein Zettel auf dem du das Datum schreibst und Stichpunkte zu deiner derzeitigen Gefühlslage. 


Vielleicht fühlst du dich am morgen niedergeschlagen und traurig und am Abend plötzlich manisch.


Diese Aufzeichnungen können sehr hilfreich sein die eigenen Stimmungslagen besser zu verstehen.  


Somit erkennst du besser wann, wie lange und wie oft sich deine Gefühlslage und Stimmung verändert. Diese Informationen mit deinem Arzt  zu teilen, können deine Situation sogar verbessern



2. To-Do Listen



Wir kommen nicht drum herum, ob wir wollen oder nicht, es gibt immer Dinge die erledigt werden müssen oder anstehen. 


Eine Liste kann dabei sehr hilfreich sein ABER setze Prioritäten! 


Denn an vielen Tagen wirst du nicht alle Punkte abarbeiten können und dann noch deprimierter und dich noch mehr als Versager fühlen. 


Also setze für den Anfang zwei Punkte als Priorität auf die Liste. Wenn diese beiden Punkte erledigt sind, ist das ein großer Erfolg! Du kannst stolz sein. 



3. Pausen einlegen



Nimm dir Tage an denen du, ohne schlechtes Gewissen eine Pause einlegst. 


An diesen Tagen ist alles erlaubt, was dir gut tut und womit du dich zu 100% wohl fühlst. 

Das kann alles mögliche sein, dabei gibt es keine Grenzen. 



4. Ratschläge annehmen oder ablehnen 



Oft kommen Ratschläge wie zum Beispiel "du musst raus gehen", du musst unter Leute kommen, "du brauchst mehr Bewegung", "das ist nur eine Phase"....  


Vielleicht funktioniert das für den einen aber vielleicht eben nicht für dich.


Du brauchst eventuell gerade jetzt eine Pause von allem und jedem. Und das ist völlig in Ordnung. Du willst dich zurückziehen, dann tu das. 



5. Darüber Sprechen 



Du möchtest deine Gedanken und deine Gefühle gerne teilen, dann raus damit. Sprich es dir von der Seele. 

Oder aber du willst lieber schweigen. 


Auch hier gilt: wir sind alle anders und gehen alle anders mit Situationen um. Es gibt kein richtig oder falsch.


Nur weil einem Menschen etwas geholfen hat, heißt das nicht, dass es einem anderen auch gut tut und hilft. 



6. Akzeptanz



Akzeptiere, dass es dir einfach schlecht geht, und es vielleicht die Folge eines bestimmten Grundes oder Vorfalls ist oder das es gar keinen bestimmten Grund für deine Gefühle gibt.

 

Erlaube dir so zu sein, wie du jetzt bist. Egal wie du gestern oder heute morgen warst. Das JETZT ist das, was zählt. 


Du bist krank! Eine Phase kann ABER muss nicht immer aus einem bestimmten Grund beruhen.


Oft ist in solchen Phasen auch die Körperliche Kraft eingeschränkt und du fühlst dich schwach und ermattet. 


Also versuche nicht immer gegen all das anzukämpfen. 


Versuche lieber rücksichtsvoll und verständnisvoll zu dir selbst zu sein.


Nur weil es eben jetzt nicht geht, heißt das ja nicht, dass schon morgen alles etwas leichter fällt. 



7. Im Moment leben



Es ist so leicht sich in einer Spirale voller negativer Gedanken zu verlieren. Aber es ist ein Versuch wert, dich bewusst auf den Augenblick zu konzentrieren. 


Die Gedanken werden nicht fortlaufen aber vielleicht kannst du eine Pause von ihnen einlegen. 


Das macht dich nicht schwach oder faul. Sich selbst einzugestehen eine Auszeit zu brauchen und sich diese auch zu nehmen, zeigt von Stärke und das du dich selbst gut einschätzen kannst. 



8. Hilfe einholen



Wenn du merkst es geht nicht mehr alleine und du brauchst Unterstützung, dann ist das keine Schwäche sondern du kennst deine Grenzen und erlaubst dir die Hilfe einzuholen, die du dringend brauchst. 



9. Verurteile dich nicht selbst



Eine Tiefphasen zu haben ist keine Schwäche und macht dich nicht weniger wertvoll als Mensch. 


Sei nicht zu streng mit dir. Sich selbst so zu akzeptieren und so gut zu kennen, dass du dir darüber bewusst bist, dass das kein Fehler ist oder dich als Mensch weniger wert macht ist eine große Stärke. 


Eine Stärke, die manche Menschen niemals erreichen werden. 



10. Sei stolz



Erlaube dir stolz auf dich zu sein. Auf die Dinge die du trotz Hindernissen geschafft hast. 

Stolz auf die Liste, die du von selbst abgearbeitet hast. 

Auch kleine Erfolge dürfen gefeiert werden. 


Auf diese Weise motivierst du dich und hast vielleicht etwas weniger Angst vor der nächsten Phase die kommt. 


Und das allerwichtigste: hör auf dich selbst. Tue das was dir hilft und gut tut. Setze deine eigenen Maßstäbe und Ziele und vergleiche dich auf keinen Fall mit anderen. 


Denn du bist du. Und was dir hilft ist genau richtig für dich und das was du brauchst. 



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