Bipolar: die Manie


Bipolar zu sein, ist sozusagen eine Achterbahnfahrt der Gefühle. Es geht ständig auf und ab. Wenn ich manisch bin, schwirrt es in meinen Kopf nur so von tausenden Gedanken, Ideen und Plänen.


Schlaf und Essen scheint unwichtig zu sein, denn der Drang etwas zu tun, überwiegt jegliche Bedürfnisse. Ich fange an Pläne zu schmieden, Ideen zu sammeln und meine tausend Gedanken zu notieren, um auch keinen einzigen zu vergessen. 


Alles scheint möglich und machbar. Dennoch ist dieser Drang eine sehr große Belastung für Geist und Körper. Ich habe einen Tatendrang, der allerdings durch jegliches Tun und Machen, dennoch nicht befriedigt werden kann. 


Das ist das schlimmste daran. Ich kann mir keine Pause nehmen, denn dafür bin ich viel zu aufgebracht und nervös. Ich fange an Ideen umzusetzen, die allerdings in meiner depressiven Phase nicht mehr möglich sind. Somit hält jedes Vorhaben in der Manie nur von kurzer Dauer an. 


Das bedeutet für mich es gibt keine Kontinuierlichkeit. Ich kann meine Pläne nicht auf lange Sicht umsetzen. Still sitzen und nichts tun, kommt aber in der manischen Phasen auch nicht in Frage, denn der Tatendrang ist viel zu groß. 


Die Ungewissheit wann es aufhört und wieder umschwingt in die Depression ist ebenfalls ein großes Fragezeichen. Schon ein kleiner Auslöser kann mich wieder in die Depression versetzen. 

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