Bin ich bipolar?

Die Diagnose einer Bipolaren Störung verläuft nicht so, wie man sich eine typische Diagnose von einer Krankheit vorstellt.


Es gibt keinen Bluttest oder andere körperliche Tests, die das Ergebnis exakt aufzeigen können. 


Dennoch werden Tests gemacht um sicherzustellen, dass wirklich keine körperliche Krankheit vorliegt, die die Ursache der Symptome sein könnte.


Wenn das körperliche ausgeschlossen werden kann, erfolgt eine klinische Diagnose. 


Das bedeutet es geht um die Informationen, Beschwerden und Symptome die einem Arzt erzählt werden müssen. Um so detaillierter die Informationen, Gefühle und Symptome beschrieben werden, desto besser kann der Arzt, Psychiater oder Therapeut eine Diagnose stellen. 


Oft fängt es damit an, dass man selbst merkt unter starken Stimmungsschwankungen zu leiden. Oft wurde mir gesagt, dass meine Stimmung sehr stark schwankt und ich extrem unausgeglichen bin.  Also fragte ich mich bin ich bipolar?


Ein guter Tipp ist es: am Anfang eine nahestehende Person mitzubringen. Denn die Menschen in der Umgebung nehmen unser Verhalten noch einmal ganz anders wahr, als wir selbst es tun. 


So kann festgestellt werden, ob sowohl manische Phasen, als auch depressive Phasen vorhanden sind und demnach eine Bipolare Störung vorliegt. Zudem wird so festgestellt, wie stark und oft diese auftreten, wie lange eine Phase anhält und welche die beste Behandlungsmethode ist.


Aus eigener Erfahrung kann ich sagen: das wichtigste ist es, dem behandelnden Arzt wirklich alles zu erzählen. 


Am Anfang war mir das sehr unangenehm und peinlich. Ich hatte Hemmungen über so private Dinge zu sprechen. Aber das muss es nicht, denn jedes Detail ist sehr wichtig für die richtige Behandlung. Und wenn man will, dass einem geholfen wird und Besserung eintritt.


Zudem würde sich ein professioneller Arzt/Ärztin niemals über etwas lustig machen. Ebenso bleibt alles was erzählt wird vertraulich.

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