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Winterdepression und Winterblues

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Eine Winterdepression ist eine saisonale Depression die im Herbst beginnt und im Frühjahr endet. Dabei sind die Symptome zwar sehr ähnlich, wie bei anderen Depressionsformen aber sie hat ihren Ursprung bedingt durch das Wetter und die begrenzte Zeit an Helligkeit. Natürlich muss man bedenken, dass auch eine "normale" Depression im Winter beginnen kann und eben nicht im Frühling wieder abklingt.  Der Winterblues ist eine weitere aber deutlich abgeschwächte Form der Depressionen. Antriebslosigkeit und schlechte Laune sind hierbei die beiden wichtigsten Faktoren. Schwer depressiv sind die Betroffenen aber aber nicht. Bei Betroffenen einer Winterdepression ist der Informationsfluss von den Sehzellen im Auge zum Gehirn gestört. Ihre Sehzellen empfangen weniger Licht, als bei anderen Menschen. Da im Winter weniger Helligkeit auftritt, wird das Gehirn stärker zu Produktion des Schlafhormon Melatonin angeregt.  Melatonin kann auch dazu führen, dass der Antrieb gedämpft wird und die

Ich habe mich selbst verloren

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Ich habe mich selbst verloren. Ich muss zugeben und mir auch selbst eingestehen, dass ich in eine Abwärtsspirale geraten bin und dort auch selbst nicht mehr herauskomme.  Ich habe es nicht mehr unter Kontrolle und fühle nichts mehr außer Traurigkeit und eine innere Leere. Ich frage mich andauernd, warum dieser Zustand immer länger anhält und keine Besserung in Sicht ist. Ich frage mich, wie es so kommen konnte.  Aber es liegt nun nicht mehr in meiner Hand und die Depression hat die volle Kontrolle über mich eingenommen.  Ich vermisse die Gefühle die ich nicht mehr fühlen kann. Ich vermisse es etwas anderes als die Stille zu fühlen. Doch am allermeisten vermisse ich mich selbst. Ich vermisse die Person die ich war aber die nun nicht mehr da ist. Ich habe mich selbst verloren.  Ich habe keine Ahnung wie ich wieder zu dieser Person werden kann und die Angst sie für immer verloren zu haben. Ich verstecke mich vor allem und jedem, denn ich bin bereits eine Zumutung für mich selbst. Wie also

Positiver Einfluss der Natur auf die Psyche

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Wer kennt es nicht, man geht ein wenig raus in die Natur und schon fühlt man sich entspannter und weniger stressgeladen. Die Stille und die frische Luft wirken sich nicht nur auf Körper und Geist, sondern auch auf die Psyche positiv aus.  Vor Allem bei Depressionen, wenn es oftmals so schwer fällt überhaupt das Haus zu verlassen, lohnt sich ein Gang nach draußen in die Natur.  Durch die Umgebung werden die Batterien neu aufgeladen, man ist weniger müde und erschöpft.  Zudem: wird das Stresslevel gesenkt man wird ruhiger Entspannter Frische Luft tut Körper, Geist und Psyche gut Mehr Sauerstoff Anblick der Natur lässt einen runterfahren   Geräusche, Gerüche, Farben und Licht steigern das Wohlbefinden Blutdruck und Puls werden gesenkt Wieder mehr konzentration Pause von Alltag und Stress Alle die zum Beispiel wegen ihres Hundes gezwungen sind hinaus zu gehen, können sicher bestätigen, dass man sich hinterher deutlich besser und produktiver fühlt.  Mir geht es genauso. Am liebsten würde ic

Bipolare Störung: Rapid Cycling

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Rapid Cycling bedeutet, dass sich die Phasen aus Manie, Hypomanie und Depression sich ständig und schnell abwechseln. Rapid Cycling kann sowohl bei der Bipolar I, als auch bei der Bipolar II Störung auftreten.  In der Regel bedeutet es einen wechselnden Rhythmus der Phasen innerhalb von 48 Stunden zu haben.  Von Rapid Cycling wird bei mindestens vier Stimmungsumschwüngen innerhalb von 12 Monaten gesprochen.  Ultra Rapid Cycling beschreibt Stimmungsumschwünge innerhalb von wenigen Tagen und Ultradian Rapid Cycling (Ultra-Ultra Rapid Cycling) bedeutet, dass die Phase innerhalb von wenigen Stunden wechseln. An einem Tag fühle ich mich manisch und am abend springt die Phase um in eine Depression.  Es ist super schwer sich auszugleichen, wenn die Phasen so schnell hintereinander wechseln.  Wie bei einem Mischzustand, kann ich mich nicht drauf einstellen, wie lange eine der Phasen anhalten wird. Der Wechseln passiert einfach zu schnell.  Ich wache auf und bin depressiv und am Mittag steigere

Emotionales Essen in den Griff bekommen

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Normalerweise Essen wir um den Hunger zu stillen und unserem Körper Nährstoffe zuzufügen. Was aber wenn wir aus Frust, Trauer, Stress, Kummer oder Langeweile essen?! Eigentlich haben wir keinen Hunger aber es beruhigt und gibt ein wohliges Gefühl. Dann bedeutet das, dass wir aus emotionalen Gründen essen.  Für viele ist das eine große Belastung. Denn nach diesem Essanfall fühlt man sich schlecht und schuldig.  Das wichtigste um das ändern zu können, ist die genaue Ursache herauszufinden. Warum brauche ich essen, obwohl ich gar keinen Hunger verspüre?  Als ich in dieser Situation war, habe ich gegessen da ich mich traurig und leer fühlte. Vor Allem in depressiven Phasen überkamen mich diese Gefühle regelmäßig.  Dagegen anzukämpfen ist keine Lösung und sich hinterher selbst dafür zu hassen, zu bestrafen und schuldig zu fühlen, führt auch zu keiner Besserung.  Welche Emotion verlangt nach Essen? Das ist die eigentliche Frage. Und dann musste ich versuchen genau diese Emotion auf eine ande

Zusammen gegen Corona

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»Anzeige« Gerade in meinen depressiven Phasen ziehe ich mich oft zurück und bin lieber für mich alleine. Das hat mehrere Gründe.  Zum Beispiel denke ich, dass ich in dieser Zeit sowieso keine gute Gesellschaft bieten kann. Ich mich lieber zurück ziehe, als mit anderen in Kontakt zu sein. Ich diese Zeit alleine durchstehen muss und meine deprimierende Phase keiner anderen Person zumuten möchte.  Auf der anderen Seite sehne ich mich aber auch sehr nach Unterstützung und Nähe und habe die Angst, ohne jemanden bei mir zu haben, noch mehr in die Einsamkeit zu rutschen.  Leider ist es oft derzeit so, dass es durch die Corona Pandemie einfach nicht möglich ist, mal eben sich zu treffen oder Besuch zu empfangen.  Dadurch wird mir noch mehr bewusst, wie wichtig eigentlich menschlicher Kontakt, Beziehungen und Nähe sind.  Ich bekomme oft Angst, dass selbst wenn ich es möchte, es aber durch die derzeitige Lage nicht möglich ist, ich noch mehr in mein Tief rutsche.  An Feiertagen, die ich sonst im

World bipolar disorder day 2021

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Anlässlich zum Tag der bipolaren Störung heute am 30.03.2021 möchte ich meine Geschichte mit euch teilen.  Als ich die Diagnose bipolare Störung bekam, wusste ich nicht wirklich, was das zu bedeuten hat.  Ich war zwar froh, dass wohl endlich ein Grund für meine extremen Stimmungsschwankungen gefunden wurde und ich auch demnach endlich die richtige Behandlung erhalten konnte.  Aber was bipolar sein wirklich bedeutet habe ich erst viel später gelernt.  Ich glaube jeder erfährt die Symptome und Stimmungsschwankungen auf eine andere Art und Weise. Denn es gibt bei dieser Erkrankung keine Regeln oder Limits. Es kann von ganz Tief bis extrem weit nach oben gehen. Und die Dauer eine Phase hat genauso wenig ein Zeitlimit.  Selbst nach Jahren, seitdem die Diagnose festgestellt wurde, bin ich noch immer nicht richtig medikamentös eingestellt. Und ich weiß, dass bis ich ein weitgehend ausgeglichenes Leben führen kann, noch ein weiter und steiniger Weg mit vielen Ups und Downs vor mir liegt.  Bipo