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Was kann man tun bei Therapieresistenz?

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Eine Therapieresistenz steht für das ungenügende oder fehlende Ansprechen auf eine medizinische Behandlung.  Wenn jedoch normalerweise eine Verbesserung eintreten sollte. Dies kann mehrere Gründe als Ursache haben. Oft werden Patienten zu früh als therapieresistent eingestuft. Wenn zum Beispiel mehrere Versuche von Medikamenten über einen längeren Zeitraum keine Besserung gebracht haben.  Experten weisen jedoch darauf hin, dass es in vielen Fällen einer vermeintlichen Therapieresistenz jedoch daran liegt, dass das verschriebene Medikament nicht ausreichend lange eingenommen oder nicht hoch genug dosiert wurde. Ein Grund für eine tatsächliche Therapieresistenz liegt zum Beispiel vor, wenn ein Betroffener Mensch ein "Ultrarapid Metabolizer" ist. Dabei werden die verabreichten Substanzen aufgrund ihrer genetischen Disposition zu schnell abgebaut.  Es besteht auch die Möglichkeit, dass das Zentralnervensystem oder die relevanten Neurotransmitter-Transportersysteme nicht sensibel

Winterdepression und Winterblues

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Eine Winterdepression ist eine saisonale Depression die im Herbst beginnt und im Frühjahr endet. Dabei sind die Symptome zwar sehr ähnlich, wie bei anderen Depressionsformen aber sie hat ihren Ursprung bedingt durch das Wetter und die begrenzte Zeit an Helligkeit. Natürlich muss man bedenken, dass auch eine "normale" Depression im Winter beginnen kann und eben nicht im Frühling wieder abklingt.  Der Winterblues ist eine weitere aber deutlich abgeschwächte Form der Depressionen. Antriebslosigkeit und schlechte Laune sind hierbei die beiden wichtigsten Faktoren. Schwer depressiv sind die Betroffenen aber aber nicht. Bei Betroffenen einer Winterdepression ist der Informationsfluss von den Sehzellen im Auge zum Gehirn gestört. Ihre Sehzellen empfangen weniger Licht, als bei anderen Menschen. Da im Winter weniger Helligkeit auftritt, wird das Gehirn stärker zu Produktion des Schlafhormon Melatonin angeregt.  Melatonin kann auch dazu führen, dass der Antrieb gedämpft wird und die

Angst vor Gewichtsveränderungen durch Medikamente

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Leider ist es so, dass die meisten Medikamente für die Psyche sich auf das Körpergewicht auswirken. Das ist vor allem für Menschen mit Essstörungen ein großes Problem. Ich selbst habe dieses Problem. Ich habe eine Essstörung zu meinen anderen Erkrankungen und viele Medikamente haben sich negativ auf mein Gewicht ausgewirkt.  Ich habe das Problem, dass ich nicht zunehmen möchte aber viele Präparate eben genau das bewirken. Und zwar nicht weil die Medikamente selbst das Problem sind, sondern weil sie den Appetit steigern und ich somit mehr Hunger habe und demzufolge mehr esse.  Es ist ein ewiger Kreislauf den leider viele Ärzte nicht verstehen. Die meisten Ärzte sagen, dass das eines der kleineren Übel ist, das doch gut in Kauf genommen werden kann. Aber sie haben nicht verstanden, dass genau das wiederum sich auf meine Psyche ausschlägt.  Umso unwohler ich mich in meinem Körper fühle, desto schlechter geht es mir. Also ist die Einnahme des Medikamentes keine Erleichterung, sonder immer

Lerne Zeit mit dir selbst zu verbringen

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Für viele Menschen ist es unglaublich schwer mit sich und den eigenen Gedanken alleine zu sein.  Oft brauchen sie Menschen um sich herum zur Ablenkung und Unterhaltung. Wenn sie dann mal alleine sind, muss der Fernseher laufen oder Musik an sein, um nicht in der Stille mit sich alleine sein zu müssen.  Für mich ist es unglaublich wohltuend Zeit alleine, nur mit mir zu verbringen. Ich kann mich voll und ganz auf mich selbst und meine Bedürfnisse konzentrieren.  Ich kann meine Gedanken sortieren ohne Lärm und ohne Chaos.  Aber wie habe ich das geschafft? Zugegeben am Anfang fiel es mir schwer. Als ich von Zuhause ausgezogen bin und plötzlich auf mich allein gestellt war, in einer fremden Stadt und ohne meine Familie und Freunde in der Nähe, hatte ich großes Heimweh.  Ich musste also lernen gerne Zeit alleine zu verbringen. Und das war das Beste was mir je passieren könnte.  Denn nun bin ich so eigenständig und unabhängig, sodass ich es genieße alleine zu sein.  Das bedeutet nicht, dass i

5 Gründe wie Zwänge dein Leben bestimmen

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Zwangserkrankungen sind wirklich anstrengend und machen einem das Leben noch schwerer, als es schon ist mit einer bereits vorhandenen psychischen Erkrankung. Die ständige Kontrolle und der Zwang etwas auf eine bestimmte Weise, über einen bestimmten Zeitraum zu tun, ist eine ernstzunehmende Angelegenheit, die man am liebsten einfach ablegen möchte.  Leider geht das aber nicht so einfach, auch wenn andere denken: "das ist doch verrückt, hör doch einfach auf damit."   Die Angst davor etwas zu vergessen oder es nicht perfekt zu machen, führt dazu einen Gedanken immer und immer wieder im Kopf durchzuspielen. Wie in einer Endlosschleife.  ➡ Tipp: schreibe deine Gedanken immer direkt auf, so brauchst du keine Panik haben sie zu vergessen.  Wenn du eine Handlung in einer bestimmten Reihenfolge und obsessiv ausführen musst, ist das auf Dauer unglaublich belastend.   ➡ Tipp: viele Zwangserkrankte sind perfektionistisch veranlagt und geben sich nicht mit weniger zufrieden.  Aber so etwa

Bipolare Störung - keine Hilfe von Ärzten außer Einweisung

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5 Ärzte -  5 gleiche Meinungen: Ich sollte mich stationär in ein Krankenhaus einweisen lassen. Jeder Besuch bei einem anderen Psychiater gab mir die Empfehlung mich stationär einzuweisen. Andernfalls können sie mir ambulant nicht weiter helfen.  Ich bin eine Person, die wirklich versucht alles daran zu setzen, dass es mir besser geht.  Also nehme ich die verschrieben Medikamente ein, halte mich an die Dosierungen und die Einnahmezeiten, sowie ich auch alle Termine pflichtbewusst wahrnehme. Ich spreche offen darüber wie es mir geht und wie ich mich fühle.  Ich gehe also sehr gewissenhaft und verlässlich mit diesem Thema um, höre auf meine Ärzte und lasse keinen Versuch aus.  Doch selbst das ist nicht genug. Anscheinend.   Ja, ich gebe zu es geht mir weiterhin schlechter, als besser. Aber dennoch habe ich immer nur eine Bitte: ich möchte mich nicht stationär behandeln lassen.  Außer dieser einen Sache, tue ich alles erdenkliche um meinen Gesundheitszustand zu verbessern.  Dennoch fühle i

Im Moment leben und Ehrlichkeit für meine Gefühle

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Warum fällt es uns schwer unsere Gefühle ehrlich auszudrücken und wahrheitsgemäß preiszugeben? Immer wenn ich gefragt werde "wie es mir geht", antworte ich "danke gut". Warum tue ich das, wenn es meistens gar nicht der Wahrheit entspricht? Liegt es daran, dass diese Antwort von unserem Gegenüber erwartet wird oder dass ich nicht zugeben oder erklären möchte, wie es mir wirklich geht?  Was würde passieren, wenn ich aussprechen würde, wie es mir wirklich geht? Habe ich davor Angst oder ist es einfach leichter es nicht zu tun? Sage ich "es geht mir gut" um mich davon selbst zu überzeugen, dass es mir gut gehen kann oder weiß ich bereits, dass meine Mitmenschen gar nicht wirklich interessiert daran sind, wie es mir tatsächlich geht?  Leider finde ich keine Antworten auf diese Fragen und denke, dass sich meine Antwort auch in Zukunft nicht ändern wird.  Denn immer wieder versuche ich mich selbst zu erinnern, dass ich für 1000 Dinge in meinem Leben dankbar sein

Emotionaler Missbrauch in der Beziehung

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Vom eigenen Partner, der Liebe des Lebens emotional und mental misshandelt zu werden, ist keine Seltenheit. Es gibt keinen Grund sich deshalb zu schämen oder gar darüber zu schweigen. Oft fallen einem die Kleinigkeiten gar nicht auf, da der Partner einen so gut manipulieren kann.  Ich kenne diese Art der Beziehung und habe lange gebraucht es wirklich wahrzunehmen. Zum Glück hat mein Umfeld mich in meinem Glauben, dass mein Partner mich emotional unterdrückt, bestärkt.  Angefangen hat es mit Kleinigkeiten und wie man eben sagt: "Liebe macht blind", so ist das in diesem Fall wirklich wahr.  Durch meine bipolare Störung dachte ich wirklich, dass ich das Problem bin und er Recht hat mit all seinen Anschuldigungen und seinen Verhaltensweisen.  Er wollte nicht, dass ich mich zu "aufreizend" anziehe und wurde schnell sauer, sobald ich nicht erreichbar war oder Zeit mit meiner Familie verbrachte.  Durch meine großen Verlustängste, habe ich solch eine Angst gehabt auch ihn z