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Wenn man keine Freude mehr spüren kann

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Ein Leben ohne Freude und Glück fühlt sich leer und trist an. Aber was tut man dagegen?  Was ist, wenn trotz allen Bemühungen keine Freude mehr zu spüren ist? Wenn die Depression einen übermannt und man nur noch Trauer und eine innere Leere in sich fühlen kann. Es fühlt sich so unglaublich schwer an und jegliche Versuche sich aufzumuntern, schlagen einfach fehl.  Ich spüre auch keine Erleichterung mehr. Die Tränen fließen über mein Gesicht, ohne jeglichen Grund. Einfach aufgrund der Trauer, die ich ständig fühle.  Ich trauere um alles um mich herum. Und vor allem trauere ich um mein Inneres. Diese Leere frisst mich von innen auf. Alles scheint vergebens und sinnlos.  Dazu kommen die körperlichen Beschwerden. Ich habe keine Kraft mehr für die meisten Dinge. Bin eigentlich nur noch ausgelaugt und müde. Jede Anstrengung ist zu viel.  Der Wille die Situation zu ändern ist kaum mehr wahrnehmbar. Genau wie alles andere um mich herum.  Ich fühle mich gefangen und in einem schwarzen Loch ertri

Anleitung: der Umgang mit bipolaren Menschen

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Ich habe eine bipolare Störung und bin täglich, wie jeder andere von Euch, von Menschen umgeben. Es gibt dabei 2 Gruppen von Menschen: Gruppe Nummer 1 sind Menschen, die ich nicht kenne und die mich nicht kennen.   Gruppe Nummer 2 sind Menschen, die von meiner Krankheit wissen und lernen müssen mit mir, also einer Person mit einer Bipolaren Störung, umzugehen. Heute geht es nur um Gruppe Nummer 2. Sehr wichtig ist es, die Krankheit nicht zu überschätzen und jeden Gefühlsausbruch, den ich an den Tag lege, auf meine Krankheit zu schieben.  Andererseits kann ich es nicht ertragen, wenn jemand so tut als wäre das doch kein großes Problem und mir wird gesagt: "jeder fühlt sich mal so" und "eine Krankheit ist das schon gar nicht".  Ihr seht also hier ist Menge Fingerspitzengefühl und ganz viel Balance gefragt.  Wenn du gesund bist und umgeben von einer Person, die bipolar ist, dann solltest du dich ernsthaft mit dem Thema auseinander setzen.  Denn es zu verleugnen oder st

Posttraumatische Belastungsstörung als Auslöser für eine bipolaren Störung

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Die Frage die am häufigsten gestellt wird ist wohl: was ist der Auslöser für meine bipolare Störung?  Wie ich bereits in meinem Post https://bipolar-unausgeglichen.blogspot.com/2020/09/bipolar%20Ausloser.html?m=1 erklärt habe, gibt es mehrere Auslöser und Faktoren, die dabei eine Rolle spielen. Unterschätzt wird dabei aber die  Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS), (engl. posttraumatic stress disorder (PTSD). Ein Trauma in der Kindheit, Jugend oder im Erwachsenenalter kann unbehandelt Dauerstress bedeuten und somit viele Symptome hervorrufen. Mögliche Symptome: Schlafstörungen  Ständige Erinnerung an das Trauma oder Albträume davon Verdrängung des Traumas  Reizbarkeit Konzentrationsschwierigkeiten übermäßige Schreckhaftigkeit Gleichgültigkeit und Teilnahmslosigkeit der Umgebung und von Mitmenschen Vermeidung von Aktivitäten und Situationen, die die Erinnerungen an das Trauma verstärken könnten Schuldgefühle Innere Schmerzen Trauer Schwierigkeiten den Alltag zu bestreiten Erhöhte

Panik die eigenen 4 Wände zu verlassen

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Es gibt Zeiten da bekomme ich Panik mein Zuhause zu verlassen. Ich werde nervös, ängstlich und bekomme Angstzustände.  Wovor habe ich Angst? Was könnte mir draußen passieren? Eigentlich weiß ich, dass ich keine Angst vor draußen haben muss und meine Gedanken kreisen auch weniger darum, was draußen auf mich zukommt.  Vielmehr ist es die Angst meine sichere Zone zu verlassen. Zuhause weiß ich, was auf mich zukommt, dass ich sicher bin und mich wohl fühle.  Außerdem weiß ich auch ganz genau, wenn ich es geschafft habe mich zu Überwinden, dann fühle ich mich gut in der Natur und an der frischen Luft.  Aber es zu schaffen mich zu überwinden, ist das eigentliche Problem. Wäre ich nicht gezwungen raus zu gehen, würde ich es wohl bald gar nicht mehr schaffen.  Und umso länger ich es nicht tue, umso größer wird meine Angst das Haus zu verlassen.  Die Diagnose ist eine Angststörungen. Leider hat mir bisher noch kein Tipp, Ratschlag oder Medikament helfen können, meine Angst zu überwinden.  Prakt

Wie ist es zwischen Trauer und Fröhlichkeit gefangen zu sein?

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An einem Tag bin ich unbeschwert und frei, am nächsten Tag nur traurig und schwermütig.  Wie ist es mit diesen Stimmungsschwankungen zu leben? Es ist ein Auf und Ab der Gefühlswelt. Es ist schwer einzuschätzen, wie ich mich in ein paar Stunden, am Abend oder am nächsten Tag fühlen werde. Werde ich glücklich sein oder werde ich weinen müssen? Keiner weiß es. Es ist ungewiss und kaum einschätzbar.  Es gibt kleine Anzeichen und Andeutungen aber um diese richtig interpretieren zu können, muss man sich selbst wirklich gut kennen und einschätzen können.  Wie lange bin ich noch in der depressiven Phase? Wird es bald umschwenken in die Manie oder wird es noch Monate dauern? Was wird passieren, wenn ich manisch bin? Werde ich über die Stränge schlagen oder habe ich mich im Griff?  All diese Gedanken kreisen in meinem Kopf herum. Dennoch finde ich keine klaren und eindeutigen Antworten. Ich kann nur abwarten und sehen, was passieren wird.  Selbst einfachen Dinge wie zu essen, schlafen, duschen u

Wie wichtig ist es mit dem behandelnden Arzt / Psychiater auf einer Wellenlänge zu sein?

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In all den Jahren in denen ich bereits in psychiatrischer Behandlung bin, habe ich eines gelernt: Es ist unglaublich wichtig sich an diesem Ort und mit dem Gegenüber wohl zu fühlen. Die Praxis sollte ein Ort sein, an dem ihr euch wohl, geborgen und verstanden fühlt.  Ich habe in meiner psychiatrischen Laufbahn bereits mehrere Ärzte ausprobiert und konnte dabei immer sofort feststellen, ob ich mich in guten Händen fühle.  Leider war das oftmals nicht der Fall. Ich fühlte mich missverstanden und nicht sehr wohl damit offen und ehrlich über meine Gefühle und meine Situation zu sprechen.  Früher dachte ich, dass ich da durch muss und keine andere Wahl habe. Bis ich gemerkt habe, dass ich das tun muss, was für mich richtig ist. Auch wenn das bedeutet mir woanders Hilfe zu suchen.  Diesen Schritt zu gehen, hat mich in meiner Behandlung und in meinem Genesungsverlauf so sehr voran gebracht, wie nichts anderes.  Den richtigen Arzt/Ärztin zu finden ist für eine Behandlung ebenso essenziell, wie

Über das Verlieren von geliebten Menschen

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Leider müssen uns manchmal geliebte Menschen verlassen…und von dieser Welt gehen... Jemanden zu verlieren ist eine Herausforderung, die kaum zu meistern ist. ___STEADY_PAYWALL___ Als mein Vater starb, ist für mich eine Welt zusammengebrochen. Er ging zu früh und hinterließ eine große Familie. Jeder einzelne von uns ging damit anders um Für mich, war das mein Absturz. Ich habe lange Zeit nicht verstehen können, warum das passieren musste. Auch heute habe ich darauf noch keine Antwort.  10 Jahre später habe ich mein Baby verloren. Das hat mir mein Herz gebrochen. Diese Schmerzen wünsche ich keinem Anderen!  Es ist qualvoll und diese Leere wird nie verschwinden. Ich erinnere mich jeden einzelnen Tag an diese Verluste. Selbst schon darüber zu schreiben fällt mir unglaublich schwer.  Jeder Verlust ist anders und hinterlässt eine Narbe. Ander sehen diese Narben nicht aber ich sehe und spüre sie immer.  Ich trauere immer noch und das werde ich tun, bis an das Ende meiner Zeit. Lasst euch niem

10 Arten von Depressionen

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Depressionen sind eine Störung des Gemüts und der Stimmung. Es gibt verschiedene Formen von Depressionen und je nach Art verlaufen Depressionen und die Symptome für jeden Betroffenen anders. MAJOR DEPRESSION:   ist die häufigste Art der Depressionen. Gekennzeichnet durch Niedergeschlagenheit und schlechte Stimmung. Dabei erleben die  Menschen mit schweren Depressionen im Laufe ihres Lebens immer wieder Episoden von Depressionen die mindestens zwei Wochen anhalten.   DYSTHYMIE :  die sogenannte neurotische Depression verläuft ähnlich wie die Major Depression nur in abgeschwächter Form und ist gekennzeichnet durch eine anhaltende schlechte und niedergeschlagene Stimmung.  Allerdings geht dies über einen längeren Zeitraum. Und zwar hält diese mildere chronische Verstimmung für mindestens zwei Jahre an. SAISONALE BEDINGTE AFFEKTIVE STÖRUNG: tritt aufgrund des Mangels an natürlichem Sonnenlicht während der Wintermonate auf. Dies tritt vor allem auf Menschen zu, die empfindlich auf geringere